Wird ein neuer Champion vorgestellt, dauert es meist etwa zwei Wochen, bis er auf dem Live-Server landet. In der Zwischenzeit sind YouTube und Social Media schon voll mit Gameplay des neuen Champs – nur du kannst ihn auf dem Live-Server noch nicht anfassen. Diese Videos stammen vom PBE-Testserver. Dieser Artikel erklärt der Reihe nach, wie du auf dem PBE-Server von League of Legends spielst: was PBE ist, Anmeldung, Download, Zugangsvoraussetzungen und Stolperfallen. Außerdem klären wir in einem Rutsch, wie ältere Aussagen zu VPN und Ehre-Voraussetzungen zum aktuellen offiziellen FAQ von Riot passen.
Was ist der PBE-Server?
PBE steht für Public Beta Environment, einen Testserver von Riot Games. Dort werden neue Champions, neue Skins, neue Items und Balance-Änderungen aus der Phase vor dem Release vorab aufgespielt, damit Spieler sie selbst ausprobieren und Bugs sowie Balance-Probleme finden. Was auf dem PBE läuft, ist also eine Vorschau auf das, was demnächst auf den Live-Server kommt.
Entscheidend ist: Der PBE ist ein komplett vom Live-Server getrennter Server. PBE-Accounts existieren unabhängig von Live-Accounts, und die meisten Champions und Skins sind im PBE freigeschaltet, sodass du neue Inhalte sofort ausprobieren kannst. Im Gegenzug ist er als Testserver weniger stabil als der Live-Server.
Schritt 1: PBE-Account erstellen (keine Anmeldevoraussetzungen)
Um auf dem PBE zu spielen, brauchst du einen eigenen PBE-Account, getrennt von deinem Live-Account. Ältere Guides behaupteten oft, eine US-IP (VPN) sei Pflicht, aber laut aktuellem offiziellen FAQ von Riot gibt es keine Anmeldevoraussetzungen (Anybody can make a PBE account). Öffne einfach mit deiner normalen Verbindung die offizielle PBE-Infoseite und drück den Button SIGN UP FOR PBE – anmelden kann sich jeder.
Wichtig ist, dass deine PBE-Zugangsdaten getrennt von deinem Live-Riot-Account verwaltet werden. Sobald die Anmeldung erledigt ist, kannst du dich einloggen und direkt spielen. Die ausführliche Anleitung zur Accounterstellung – von den Anmeldeschritten über die Zugangsbestätigung bis zur Lösung von Login-Fehlern – findest du Schritt für Schritt im Guide zur Erstellung eines PBE-Accounts. Hier bleiben wir beim Gesamtbild und gehen weiter zum nächsten Schritt.
Schritt 2: PBE im Riot Client auswählen
Steht dein PBE-Account, geht es ans Verbinden. Laut aktuellem offiziellen FAQ musst du keinen eigenen PBE-Client mehr installieren (You no longer need a separate client). Meld dich einfach im Riot Client, den du ohnehin nutzt, mit deinem PBE-Account statt mit deinem Live-Account an.
Nach dem Login mit dem PBE-Account wählst du League of Legends, klickst auf den kleinen Pfeil neben dem Play-Button, und der Eintrag League of Legends PBE erscheint. Wählst du ihn aus, startet der Download der PBE-Spieldateien; danach kannst du sofort loslegen. Fehlt der PBE-Eintrag, bist du mit deinem Live-Account eingeloggt – meld dich ab und mit dem PBE-Account wieder an.
Checkliste für Download und Installation von LoL PBE
Den LoL-PBE-Download holst du dir nicht als separate Installationsdatei aus dem Netz – er läuft direkt im Riot Client. Wählst du über den Pfeil neben dem Play-Button League of Legends PBE, startet der Download samt Installation, du musst also nirgendwo nach einer Setup-Datei suchen. Plan aber genug Speicherplatz ein. Du installierst zwar keinen zweiten Client, doch mit PBE lädst du zusätzlich zum Live-Spiel einen eigenen Satz PBE-Spieldateien herunter, die nach ihrem eigenen Zeitplan gepatcht werden. Ist der Speicher auf deinem PC knapp, schaff vor dem Download Platz und bedenke, dass PBE-Updates danach getrennt von den Live-Updates weiter heruntergeladen werden.
Schritt 3: Zugangsregeln und Sperrrichtlinie prüfen
Mit Account und Verbindungsweg bleibt die Frage, wer überhaupt spielen darf. Früher wurden Voraussetzungen wie Ehre-Stufe 3 auf dem Live-Server kommuniziert, laut aktuellem offiziellen FAQ von Riot gibt es für den PBE aber keine Anmeldevoraussetzungen. Das FAQ sagt, dass jeder einen PBE-Account erstellen kann, und auch eine Wartezeit für eine separate Freigabe ist nicht dokumentiert.
Klar in Kraft ist heute die verknüpfte Sperrrichtlinie. Laut offiziellem FAQ bedeutet eine Sperre auf der einen Seite eine Sperre auf der anderen, und wiederholtes Fehlverhalten auf dem PBE kann ohne Vorwarnung zum dauerhaften Entzug des Zugangs führen. Das Teilen eines PBE-Accounts ist selbst als Grund für eine dauerhafte Sperre aufgeführt – behalte den Account also strikt für dich.
- Laut aktuellem offiziellen FAQ gibt es keine Anmeldevoraussetzungen; jeder kann auf der offiziellen Seite einen PBE-Account erstellen
- Sperren auf Live-Server und PBE sind verknüpft; eine Sperre auf der einen Seite bedeutet eine Sperre auf der anderen
- PBE-Accounts sind von Live-Accounts getrennt, aber Account-Sharing ist als Grund für eine dauerhafte Sperre aufgeführt
- Anmelde- und Zugangsrichtlinien ändern sich häufig, daher lohnt sich ein Blick ins offizielle FAQ für den aktuellen Stand
Schritt 4: Worauf du achten musst (Bugs, instabile Server, Ping)
Der PBE ist zweifellos reizvoll, doch die Nachteile eines Testservers sind klar. Erstens gibt es häufig Bugs. Weil ungeprüfte neue Inhalte zuerst hier landen, funktionieren Fähigkeiten von Champions öfter anders als gedacht oder der Client stürzt ab – häufiger als auf dem Live-Server. Zweitens sind die Server instabil. Direkt nach einem großen Patch kann es Warteschlangen beim Login oder Verzögerungen beim Matchmaking geben.
Drittens der Ping. Die PBE-Server stehen in Nordamerika, deshalb ist ein höherer Ping als auf dem Live-Server normal, wenn du dich aus Europa, Korea oder anderen weit entfernten Regionen verbindest. Präzise Kombos oder dein Lane-Gefühl lassen sich so kaum eins zu eins übertragen. Sieh den PBE daher nicht als Ort, um dein Können zu messen, sondern als Raum, um neue Inhalte als Erster zu erleben und unter die Lupe zu nehmen.
PBE-Patch-Zyklus: Wann ist der Server offen?
Der PBE ist kein Event-Server, der nur in bestimmten Zeitfenstern öffnet, sondern ein Testserver, der das ganze Jahr läuft. Hast du einen PBE-Account erstellt und die PBE-Spieldateien im Riot Client heruntergeladen, kannst du jederzeit rein. Inhaltlich ist er dem Live-Patch-Zyklus einen Schritt voraus: Neue Champions und Skins landen meist etwa zwei Wochen vor ihrem offiziellen Release auf dem PBE, werden getestet und wandern dann auf den Live-Server. Dafür gibt es, wie es sich für einen Testserver gehört, häufige Updates, und direkt nach einem großen Patch kann es Login-Warteschlangen oder Matchmaking-Verzögerungen geben. Wann genau ein bestimmter neuer Champ oder Skin auf dem PBE freigeschaltet wird, unterscheidet sich von Patch zu Patch – am zuverlässigsten prüfst du das in den offiziellen Patchnotes von Riot und im PBE-FAQ.
Deine ersten PBE-Runden: Mit DOR früh Content sichern
Der eigentliche Reiz des PBE: Du spielst neue Champions und Skins vor allen anderen. Um daraus Content zu machen, müssen diese ersten Momente aber als Video gespeichert sein. Die Szene, in der du einen neuen Champ zum ersten Mal hast und jede Fähigkeit durchdrückst, der erste Kill mit einer neuen Ulti, deine Reaktion, wenn du die Effekte eines neuen Skins zum ersten Mal siehst – das ist Material, das vor dem offiziellen Release niemand hat. Liegt dieses Video zum Release bereit, schnappst du dir als Erster den Traffic aus Suche und Empfehlungen.
Der Haken: Es ist schwer, bei jedem PBE-Start an die Aufnahme zu denken. Weil der neue Champ so spannend ist, spielst du einfach los – und genau beim ersten Kill oder einer wichtigen Kombo läuft die Aufnahme oft nicht. DOR ist ein kostenloses Aufnahmeprogramm, das dieses Problem automatisch löst. Einmal installiert, erkennt es den Moment, in dem du ein Spiel auf dem PBE startest, nimmt im Hintergrund auf und schneidet wichtige Momente wie Kills und Pentakills selbst zu kurzen Clips.
Dadurch sind deine Highlights schon als Clips gesammelt, sobald deine erste Runde mit dem neuen Champ auf dem PBE vorbei ist. Kein Hotkey zum Merken und kein mühsames Durchspulen einer langen Aufnahme auf der Suche nach deinen besten Momenten. Dasselbe funktioniert direkt auch bei Teamfight Tactics (TFT) oder Valorant auf dem Live-Server – so baust du deine PBE-Clips zu neuen Champs und deinen Live-Content in einem Rutsch auf.
Zusammenfassung
Auf dem PBE-Server spielst du in vier Schritten: PBE-Account auf der offiziellen Seite erstellen (laut aktuellem FAQ ohne Anmeldevoraussetzungen), damit im Riot Client einloggen und über den Pfeil neben dem Play-Button die PBE-Spieldateien herunterladen, Richtlinien wie die verknüpften Sperren prüfen und beim Spielen Testserver-Eigenheiten wie Bugs und Ping einkalkulieren. Der Anmeldeablauf ändert sich oft, ein Blick ins offizielle FAQ vor dem Start ist also Pflicht. Und lass deine hart erarbeiteten ersten PBE-Runden nicht einfach verpuffen: Lass DOR automatisch Clips davon schneiden und sichere sie dir vor dem offiziellen Release als Content.

