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Welche Bitrate für die Aufnahme? 8/16/25/50 Mbit/s: Qualität und Dateigröße im Vergleich, plus Empfehlungen nach Auflösung (2026)

Welche Bitrate für die Aufnahme? 8/16/25/50 Mbit/s im Vergleich – Übersichtsgrafik der einzelnen Schritte
Das Wichtigste in Kürze
  • Fazit: 1080p60 mit 16 Mbit/s, 1440p60 mit 25 Mbit/s und 4K60 mit 50 Mbit/s reichen den meisten. Für leichte Aufnahmen, meist in 1080p30, genügen 8 Mbit/s.
  • Je höher die Bitrate, desto besser die Qualität – aber die Dateigröße wächst proportional mit. 50 Mbit/s sind etwa 375 MB pro Minute, mehr als das Sechsfache von 8 Mbit/s (etwa 60 MB).
  • Mit den Codecs H.265 (HEVC) oder AV1 passt dieselbe Qualität in eine niedrigere Bitrate, du kannst also eine Stufe unter die Empfehlung der Tabelle gehen.
  • Ist dir das Merken und ständige Einstellen zu lästig: DOR hat die Bitrate standardmäßig für Qualität und Größe optimiert, du musst also kaum selbst Hand anlegen.

In den Aufnahmeeinstellungen gibt es ein Feld namens „Bitrate“, und viele wissen nicht, was sie dort eintragen sollen. Zu niedrig, und die Qualität verschmiert in schnellen Szenen; zu hoch, und die Datei bläht sich im Nu auf mehrere Dutzend GB auf. Die Antwort gleich vorweg: 1080p mit 60 fps bei 16 Mbit/s, 1440p (2K) mit 60 fps bei 25 Mbit/s und 4K mit 60 fps bei 50 Mbit/s als Basis bringen Qualität und Dateigröße für die meisten Spielaufnahmen ins Gleichgewicht. Nimmst du meist in 1080p mit 30 fps und wenig Bewegung auf, sind 8 Mbit/s sauber genug. Die Gründe erklären wir mit der Tabelle und den Erläuterungen unten.

Die Kurzantwort: Drei Regeln für die richtige Aufnahme-Bitrate

Erstens: Starte mit der Basis für deine Auflösung und Framerate und geh nur bei leichten Aufnahmen mit wenig Bewegung eine Stufe tiefer. Zweitens: Bei Spielen, in denen das Bild in Kämpfen stark wackelt, bleib selbst bei gleicher Auflösung am oberen Ende der Basis, und nimmst du in H.265 oder AV1 auf, starte 30 bis 50 % niedriger. Drittens: Multipliziere die Bitrate mit deiner erwarteten Aufnahmezeit und prüf, ob das Ergebnis auf deine SSD passt. Willst du gar keine Bitrate wählen: DOR, eine kostenlose Windows-App, erkennt unterstützte Spiele automatisch und nimmt komplette Matches standardmäßig mit NVENC-Hardwarecodierung auf – du kannst also loslegen, ohne das Bitrate-Feld je anzufassen.

Empfohlene Bitrate nach Auflösung: kurz zusammengefasst

  • 1080p 30 fps (leichte Aufnahme, Web-Upload): 8 Mbit/s
  • 1080p 60 fps (Standard für Shooter und Actionspiele): 16 Mbit/s
  • 1440p (2K) 60 fps (hochwertiges Archiv, Schnittmaterial): 25 Mbit/s
  • 4K 60 fps (Top-Qualität, Ansehen auf großem Bildschirm): 50 Mbit/s

Entscheidend ist „die Menge an Bewegung“. Selbst bei gleichen 1080p verbrauchen Genres, in denen sich das ganze Bild schnell ändert, wie Fighting Games oder Shooter, mehr Bitrate. Bei Spielen, in denen das Bild in Gefechten heftig wackelt, etwa Valorant oder PUBG, zielst du sicherheitshalber aufs obere Ende der Empfehlung (16 Mbit/s oder mehr bei 1080p60). Bei statischen Bildern wie in Karten- oder Strategiespielen kannst du nahezu ohne Qualitätsverlust tiefer gehen.

Vergleichstabelle: Qualität und Dateigröße bei 8/16/25/50 Mbit/s

Die Übersicht unten basiert auf dem Codec H.264 und fasst die wahrgenommene Qualität jeder Bitrate sowie die ungefähre Videodateigröße (ohne Audio) pro 1 Minute, 10 Minuten und 1 Stunde zusammen. Die Dateigröße berechnet sich als „Bitrate (Mbit/s) × Zeit“, und umrechnen ist leicht, wenn du dir merkst: 8 Mbit/s ergeben 1 MB pro Sekunde, also etwa 60 MB pro Minute.

  • 8 Mbit/s · Qualität: Gut für 1080p30; bei 60-fps-Action verschmieren schnelle Szenen etwas. Größe: ca. 60 MB/Min. / 600 MB/10 Min. / 3,5 GB/Std. Empfohlen für: Platz sparen, Web-Upload.
  • 16 Mbit/s · Qualität: 1080p60-Standard, auch in Gefechten sauber. Größe: ca. 120 MB/Min. / 1,2 GB/10 Min. / 7 GB/Std. Empfohlen für: die zuverlässigste Grundeinstellung.
  • 25 Mbit/s · Qualität: Scharf bis 1440p60, reichlich für Schnittmaterial. Größe: ca. 188 MB/Min. / 1,9 GB/10 Min. / 11 GB/Std. Empfohlen für: 2K-Archiv und Schnitt.
  • 50 Mbit/s · Qualität: Hält selbst bei 4K60 die Details, wirkt fast verlustfrei. Größe: ca. 375 MB/Min. / 3,7 GB/10 Min. / 22 GB/Std. Empfohlen für: 4K, Archiv in Top-Qualität.
Schnelle Größenumrechnung: 1 Mbit/s sind etwa 7,5 MB pro Minute. 16 Mbit/s sind also etwa 120 MB pro Minute, 50 Mbit/s etwa 375 MB. Multipliziere mit deiner Aufnahmezeit, und du kennst sofort den nötigen Speicher – stell deine Bitrate also passend zum freien Platz auf deiner SSD ein.

Die Bitrate bestimmt Qualität und Dateigröße – ab dem richtigen Niveau verpufft der Gewinn aber

Die Bitrate ist „die Datenmenge, die pro Sekunde ins Video gepackt wird“. Je größer die Zahl, desto mehr Information pro Sekunde, sodass Details und Farben aufblühen – und die Datei wird entsprechend schwerer. Der Knackpunkt: Ab einer gewissen Schwelle sieht man kaum noch Qualitätsgewinne. Steckst du 50 Mbit/s in ein 1080p-Video, ist der Unterschied zu 16 Mbit/s kaum wahrnehmbar, die Datei aber dreimal so groß. Deshalb ist „das richtige Niveau für die Auflösung“ klüger, als einfach aufzudrehen.

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Anderer Codec, niedrigere empfohlene Bitrate

Die Tabelle oben basiert auf H.264, das die beste Kompatibilität bietet. Neuere Codecs wie H.265 (HEVC) und AV1 komprimieren aber effizienter und bringen dieselbe Qualität mit niedrigerer Bitrate unter. Grob gesagt erreicht H.265 eine ähnliche Qualität mit etwa 30 bis 50 % weniger Bitrate als H.264. Hast du 1080p60 also mit H.264 bei 16 Mbit/s aufgenommen, bekommst du mit H.265 bei 10 bis 12 Mbit/s ein ähnliches Ergebnis. Unterstützt deine GPU H.265- oder AV1-Codierung, bekommst du effektiv bessere Qualität bei gleicher Dateigröße oder eine kleinere Datei bei gleicher Qualität.

Beste Aufnahme-Bitrate auf einen Blick: CBR-Basis, Kbps-Eingabe in OBS und Dateigröße pro Stunde nach Auflösung

Hast du nach der besten Bitrate für Aufnahmen in 1080p, 1440p (QHD/WQHD) oder 4K gesucht und willst nur eine Zeile, steht hier alles in einer Tabelle: die oben erklärte H.264-CBR-Basis, der genaue Kbps-Wert, den du in OBS eintippst, und die ungefähre Dateigröße pro Stunde (ohne Audio).

Auflösung / fpsH.264-CBR-BasisEingabe in OBS (Kbps)Größe pro Stunde (H.264)
1080p 30 fps8 Mbit/s8000ca. 3,5 GB
1080p 60 fps16 Mbit/s16000ca. 7 GB
1440p (2K, QHD/WQHD) 60 fps25 Mbit/s25000ca. 11 GB
4K 60 fps50 Mbit/s50000ca. 22 GB
Ist dir Qualität wichtiger als eine vorhersehbare Dateigröße, nutze statt CBR bei NVENC CQP 15–23 oder bei QuickSync ICQ 15–23 – die Bereiche, die OBS im offiziellen Guide zu erweiterten Aufnahmeeinstellungen empfiehlt (für AMD empfiehlt der Guide statt eines Zahlenbereichs das Preset „Indistinguishable“; geprüft am 15.09.2026).
Mit einem GPU-Hardware-Encoder wie Nvidia NVENC, AMD AMF oder Intel QuickSync nimmst du auf, ohne Spielleistung zu verlieren. Stellst du den Codec auf H.265 um, bekommst du bei gleicher Bitrate bessere Qualität – oder du tippst einen Wert 30 bis 50 % unter der Tabelle ein und erhältst dieselbe Qualität in einer spürbar leichteren Datei.

So stellst du die Bitrate in OBS ein

  • Schritt 1: Geh im oberen Menü zu „Einstellungen → Ausgabe“ und stell den Ausgabemodus auf „Erweitert“. Nur so kannst du die Bitrate direkt eingeben (andere Aufnahmeprogramme sind ähnlich aufgebaut, nur die Bezeichnungen unterscheiden sich).
  • Schritt 2: Wechsle zum Tab „Aufnahme“. Achtung: Es ist der Tab „Aufnahme“, nicht „Streaming“.
  • Schritt 3: Wähl als Encoder einen GPU-Encoder (etwa NVENC HEVC). Willst du dieselbe Qualität in eine kleinere Datei packen, nimm einen Codec der H.265-Familie.
  • Schritt 4: Stell die Bitratensteuerung (Rate Control) auf „CBR“ oder „CQP“. Um die Dateigröße genau vorherzusagen, trag bei CBR die Bitrate aus der Tabelle ein (z. B. 16000 Kbps für 1080p60).
  • Schritt 5: Hat Qualität Vorrang, nutze CQP mit einem Wert zwischen 15 und 23 (der Bereich aus OBS’ offiziellem Guide zu erweiterten Aufnahmeeinstellungen, geprüft am 15.09.2026). Je kleiner die Zahl, desto höher Qualität und Dateigröße.
  • Schritt 6: Prüf unter „Einstellungen → Video“, ob Auflösung und Framerate (z. B. 1920x1080, 60 fps) deinen Vorstellungen entsprechen, und übernimm die Einstellungen.
Achte auf die Einheit: Das Bitrate-Feld in OBS ist in Kbps, nicht in Mbit/s. Für 16 Mbit/s musst du 16000 eintippen, nicht 16. Drei Nullen zu vergessen und dann mit schlechter Qualität dazustehen, ist der häufigste Fehler.

Wenn dir Merken und Einstellen zu lästig ist: DORs Standardoptimierung

Denkst du nach dem Lesen „Muss ich mir für jede Auflösung eine Zahl merken und jedes Mal nachjustieren?“, gibt es auch einen Weg, dir diese Last abzunehmen. Bei DOR ist die Bitrate standardmäßig für Qualität und Größe optimiert, du musst diese Tabelle also kaum auswendig lernen und alles von Hand einstellen. Weil DOR automatisch das passende Niveau für Auflösung und Framerate wählt, verpasst du seltener einen Aufnahmemoment, weil du über das Bitrate-Feld grübelst.

Automatisch optimierter Aufnahmebildschirm von DOR
Bei DOR ist die Bitrate standardmäßig optimiert

Wer alles von Hand feintunen will, für den bleiben Tabelle und OBS-Einstellungen oben natürlich nützlich. Willst du aber einfach während eines Valorant-Matches oder einer PUBG-Squad-Runde aufnehmen und schnell nur die starken Momente behalten, ist es viel bequemer, mit einem Tool zu starten, dessen Standardwerte schon passen, und nur bei Bedarf etwas zu ändern.

Zusammenfassung: Merk dir einfach das richtige Niveau

Bei der Aufnahme-Bitrate lautet die Antwort nicht „je höher, desto besser“, sondern „das richtige Niveau für die Auflösung“. Nimm 16 Mbit/s für 1080p60, 25 Mbit/s für 1440p60 und 50 Mbit/s für 4K60 als Basis, geh bei viel Bewegung etwas höher und bei H.265 oder AV1 etwas tiefer. Die Dateigröße ist proportional zur Bitrate, stell sie also passend zum freien Platz auf deiner SSD ein. Ist dir das ständige Ausbalancieren zu lästig, ist es auch eine gute Wahl, mit einem standardmäßig optimierten Tool wie DOR zu starten und dich aufs Spiel zu konzentrieren.

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FAQ

FAQ

Welche Bitrate stelle ich für die Aufnahme also einfach ein?

Richte sie nach Auflösung und Framerate. 1080p 60 fps mit 16 Mbit/s, 1440p (2K) 60 fps mit 25 Mbit/s und 4K 60 fps mit 50 Mbit/s sind verlässliche Basiswerte. Für 1080p 30 fps mit wenig Bewegung sind 8 Mbit/s sauber genug. Bei Spielen, in denen das Bild in Gefechten stark wackelt, wie Valorant oder PUBG, zielst du auch bei gleicher Auflösung sicherheitshalber aufs obere Ende der Empfehlung.

Wird die Qualität immer besser, wenn ich die Bitrate weiter erhöhe?

Bis zu einem gewissen Punkt ja, danach gibt es kaum noch einen sichtbaren Unterschied, und nur die Dateigröße wächst. Steckst du etwa 50 Mbit/s in ein 1080p-Video, siehst du kaum einen Unterschied zu 16 Mbit/s, die Datei ist aber rund dreimal so groß. Deshalb ist das richtige Niveau für die Auflösung effizienter als einfaches Aufdrehen.

Wie stark unterscheidet sich die Dateigröße je nach Bitrate?

Die Dateigröße ist ungefähr proportional zur Bitrate. Da 1 Mbit/s etwa 7,5 MB pro Minute entspricht, kommen bei 8 Mbit/s etwa 60 MB pro Minute zusammen, bei 16 Mbit/s etwa 120 MB, bei 25 Mbit/s etwa 188 MB und bei 50 Mbit/s etwa 375 MB. Auf eine Stunde gerechnet sind das grob 3,5 GB, 7 GB, 11 GB und 22 GB. Multipliziere mit deiner Aufnahmezeit, um den nötigen Speicher vorab zu berechnen.

Kann ich mit H.265 oder AV1 die Bitrate senken?

Ja. H.265 (HEVC) und AV1 komprimieren effizienter und bringen dieselbe Qualität mit niedrigerer Bitrate unter. Grob erreicht H.265 eine ähnliche Qualität mit 30 bis 50 % weniger Bitrate als H.264. Hast du 1080p60 mit H.264 bei 16 Mbit/s aufgenommen, bekommst du mit H.265 bei 10 bis 12 Mbit/s ein ähnliches Ergebnis. Prüf vorher, ob deine GPU die Codierung mit diesem Codec unterstützt.

Muss ich bei DOR die Bitrate nicht selbst einstellen?

Du musst sie nicht selbst einstellen. Bei DOR ist die Bitrate standardmäßig für Qualität und Größe optimiert, du musst dir also kaum Empfehlungen nach Auflösung merken und jedes Mal eintragen. Weil DOR automatisch das passende Niveau für Auflösung und Framerate wählt, kannst du sofort aufnehmen und die Werte nur anfassen, wenn du feintunen willst.

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