Fangen wir mit dem Fazit an: Medal.tv ist kein schlechtes Programm. Im Gegenteil, es ist ein Aushängeschild der Auto-Clip-Kategorie, erkennt dein Spiel automatisch und speichert Kills und Highlight-Momente von selbst als Clips. Nach einer Weile fallen trotzdem drei Dinge auf: Im Gratis-Tarif werden Clips beim Hochladen auf medal.tv heruntergerechnet und in der Länge begrenzt, Feed und Community drehen sich um ein internationales Publikum, und der Fokus auf bestimmte Spiele und deren Community lässt Wünsche offen. Willst du eine übersichtliche Oberfläche, ressourcenschonende Aufnahme, automatische Spielerkennung und die Anbindung an die dor.gg-Community zusammen, wird DOR zur Alternative.
Ehrlich gesagt: Medal.tv ist gut
Das hier ist ein Vergleich, aber es geht nicht darum, die Konkurrenz schlechtzureden. Medal.tvs Stärken sind echt. Installieren, einloggen, und ohne besondere Einrichtung erkennt es unterstützte Spiele automatisch – einen gerade passierten Moment schneidest du mit ein paar Klicks zu und teilst ihn als Link. Lokale Aufnahme, Speichern von Clips und Teilen sind an sich kostenlos, und die Gratis-Version setzt kein Wasserzeichen ins Video. Auch die Anzahl der Clips ist nicht begrenzt – lässt du es laufen, sammeln sich Highlights von selbst.
Vor allem den Ablauf, einen eben passierten Moment direkt als Link rauszuhauen, hat Medal gut ausgefeilt. Willst du einem Freund auf Discord den Kill zeigen, der dir gerade gelungen ist, und das Ganze mit einem einzigen Clip-Link erledigen, ohne eine Datei zu suchen und hochzuladen, ist das eine klare Stärke. Das sollte man fairerweise anerkennen, auch wenn man wechselt.
Was bei längerer Nutzung trotzdem stört
Der Gratis-Tarif begrenzt Qualität und Länge beim Teilen
Medals Gratis-Grenzen zeigen sich weniger bei der Aufnahme selbst als beim Hochladen und Teilen auf medal.tv. Das kostenpflichtige Medal Premium kostet 9,99 $ pro Monat (7,99 $ pro Monat im Jahresabo), und ein Update im Juni 2026 hat für Premium das Längenlimit beim Hochladen entfernt und lässt Uploads in Originalqualität ohne Downscaling. Nimmst du in 4K auf, wird in 4K hochgeladen. Umgekehrt heißt das: Bei Gratis-Nutzern werden geteilte und hochgeladene Clips auf medal.tv in der Qualität reduziert und in der Länge begrenzt. Bearbeitungsfunktionen wie automatische Untertitel liegen ebenfalls eher bei Premium. Das Original auf deiner lokalen Festplatte bleibt unberührt, aber ausgerechnet die Version, die du anderen zeigst, verliert.
Die Community ist international geprägt
Medal ist nicht nur ein Aufnahmetool, sondern eine Plattform mit sozialem Feed, auf der du Clips postest und die Clips anderer ansiehst. Der Haken: Feed und Community laufen rund um ein internationales Publikum. Willst du gezielt über die Server, Top-Spieler und Szenen deiner Lieblingsspiele quatschen oder Clips mit Freunden aus deinem Clan oder deiner Gilde teilen, fühlt sich das anders an. Ein Clip macht erst Spaß, wenn du ihn jemandem zeigst – und wenn das die Leute aus deinem Spiel sein sollen, bleibt ein Wunsch offen.
Der Fokus auf einzelne Spiele und Communitys fehlt
Medal bietet zwar lokalisierte Seiten wie medal.tv/ko für Koreanisch, doch der Dienst insgesamt und seine Community sind auf englischsprachige Nutzer ausgerichtet. Hinweistexte, der Ablauf beim Teilen sowie Tags und Suche passen nicht für jede Spielergruppe perfekt. Damit der Eindruck „leicht für Einsteiger“ wirklich trägt, braucht es mehr Ausrichtung auf konkrete Spiele und ihre Communitys.
Was macht DOR also anders?
DOR ist ein Auto-Clip-Programm, das genau bei diesen drei Punkten ansetzt: Grenzen im Gratis-Tarif, eine international verstreute Community und der Fokus auf Spiele. Das Grundprinzip, gute Momente automatisch zu speichern, ist dasselbe wie bei Medal – der Unterschied liegt darin, dass DOR auf die Spiele und Communitys seiner Nutzer zugeschnitten ist.
- Übersichtliche Oberfläche: Hinweise und Einstellungen sind klar aufgebaut, sodass sich auch Einsteiger sofort zurechtfinden.
- Ressourcenschonende NVENC-Aufnahme: Das Encoding läuft auf einem eigenen GPU-Chip (NVENC), sodass dein Spiel auch mit laufender Aufnahme kaum Frames verliert.
- Automatische Spielerkennung: Startest du ein Spiel, erkennt DOR es automatisch und speichert in unterstützten Spielen Kills und Highlight-Momente als Clips. Den Aufnahme-Button kannst du ruhig vergessen.
- Anbindung an die dor.gg-Community: Deine gespeicherten Clips gehen direkt zu dor.gg, wo sich Spieler deiner Games treffen, um zu teilen und zuzuschauen.

Auf einen Blick: Medal.tv vs. DOR
- Auto-Clips / automatische Spielerkennung: Medal.tv ja / DOR ja
- Wasserzeichen im Gratis-Tarif: Medal.tv keins / DOR keins
- Qualität und Länge beim Teilen im Gratis-Tarif: Medal.tv beim Upload heruntergerechnet und längenbegrenzt (Originalqualität und kein Limit erst mit Premium für 9,99 $/Monat) / DOR kostenlos verfügbar
- Ressourcenschonende NVENC-Aufnahme: Medal.tv ja / DOR ja
- Oberfläche: Medal.tv mit lokalisierten Seiten wie medal.tv/ko (insgesamt auf Englisch ausgerichtet) / DOR übersichtlich und auf Einsteiger zugeschnitten
- Community: Medal.tv internationaler Feed / DOR Anbindung an die dor.gg-Community
- Sofortiges Teilen per Link: Medal.tv reibungslos (eine Stärke) / DOR ja
Welches solltest du also nehmen?
Teilst du Clips schon gut über den Medal-Feed mit internationalen Freunden und hast sogar Premium bezahlt, um in Originalqualität zu teilen, gibt es keinen echten Grund zu wechseln. Willst du dagegen ein VALORANT-Ace, einen League of Legends-Pentakill oder einen Overwatch-Teamfight bequem mit den Spielern deiner Games teilen und auch kostenlos nicht an Qualität beim Teilen verlieren, passt DOR besser. Am Ende ist der große Rahmen aus Aufnahmeleistung und Auto-Clips ähnlich – entscheide also nach den ausschlaggebenden Punkten: übersichtliche Oberfläche, geringe Last und die dor.gg-Community.


