Wer nach einem PC für Gaming und Aufnahme sucht, stößt auf endlose Spec-Debatten. Dabei ist das Fazit überraschend einfach: Mit nur zwei Dingen – einer Grafikkarte mit Hardware-Encoding und einer SSD – laufen 1080p-Spielaufnahmen meist ohne Probleme. Weil ein eigener Chip in der GPU statt der CPU das Encoding übernimmt, kannst du auf demselben PC, auf dem das Spiel läuft, aufnehmen und verlierst dabei kaum Frames. In diesem Artikel ordnen wir diese Basis in Tabellen nach CPU, GPU, RAM und Festplatte, zeigen, was bei welcher Auflösung wichtiger wird, und wie du die Hürde senkst, wenn deine Specs knapp sind.
Das solltest du zuerst wissen: Die GPU bestimmt die Aufnahmelast
Wenn du vor der Spec-Tabelle nur eine Sache verinnerlichst, ist der Rest leicht verständlich. Bei Spielaufnahmen gibt es grob zwei Encoding-Methoden: Software-Encoding (x264), das das Video auf der CPU komprimiert, und Hardware-Encoding (NVIDIA NVENC, AMD AMF, Intel QuickSync), das einen eigenen Encoding-Chip auf der Grafikkarte nutzt. Software-Encoding packt die Kompression auf eine CPU, die schon mit dem Spiel beschäftigt ist, und deine Frames brechen ein. Hardware-Encoding übergibt die Kompression dagegen an einen Chip, der physisch von der Spielberechnung getrennt ist – deine Frames im Spiel bleiben auch mit laufender Aufnahme fast unverändert.
Deshalb lassen sich 90 % der Diskussion um empfohlene Specs eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Nutz eine GPU mit Hardware-Encoding und schalte diesen Encoder in deinem Aufnahmeprogramm ein. NVIDIAs NVENC ist seit der GTX-10-Serie so gut, dass Spiel und Aufnahme auf einem Rechner ganz selbstverständlich laufen, und die RTX-40- und RTX-50-Serie unterstützen sogar einen AV1-Encoder, der dieselbe Qualität in eine kleinere Datei packt. Auch AMD Radeon und Intel Arc haben eigene Hardware-Encoder, das Prinzip ist identisch. Mit dieser Grundlage werden die Zahlen in der Tabelle unten viel klarer.
Mindest- und empfohlene Specs nach Komponente
Mit 1080p-60fps-Aufnahmen als Basis findest du hier die Mindest- und empfohlenen Specs je Komponente. Das Minimum ist die Untergrenze, bei der die Aufnahme ohne Ruckler läuft, die Empfehlung die Linie, bei der du bequem Reserven für Frames und Qualität hast.
- CPU Minimum: Intel i5 (Klasse 8. Generation) oder AMD Ryzen 5 (Klasse 2000er-Serie), 4 Kerne oder mehr / Empfohlen: Intel i5 oder i7 (12. Generation oder neuer) oder Ryzen 5 oder 7 (5000er-Serie oder neuer), 6 Kerne oder mehr
- GPU Minimum: NVIDIA GTX 1050 oder höher / AMD RX 500 oder höher / integrierte Grafik mit Intel QuickSync · Empfohlen: RTX 2060 oder 3060 oder höher / RX 6000 oder höher (für AV1: RTX 40 oder 50 bzw. RX 7000 oder höher)
- RAM Minimum: 8 GB / Empfohlen: 16 GB / Wenn du auch oft schneidest: 32 GB
- Festplatte Minimum: SATA-SSD (eine HDD ist eine häufige Ursache für Ruckler und Framedrops) / Empfohlen: NVMe-SSD mit mindestens 256 GB freiem Platz nur für Aufnahmen
- Speichergefühl: etwa 5 bis 10 GB pro Stunde bei 1080p 60fps, bei 4K das 3- bis 4-Fache.
Die Messlatte verschiebt sich mit Auflösung und Bildrate
Empfohlene Specs hängen am Ende von der Auflösung und Bildrate ab, mit der du aufnimmst. Selbst auf demselben PC sind 1080p und 4K eine völlig andere Last, deshalb lohnt es sich, die Specs an den Videos auszurichten, die du wirklich machst. 1080p 60fps ist die Standardklasse, in der die meisten Gaming-Videos landen, ob YouTube, Shorts oder Twitch-VODs. Schon eine Einsteigerkarte der Klasse GTX 1050 bis 1660 mit 16 GB RAM und SATA-SSD nimmt mit Hardware-Encoding ruckelfrei auf, und fast jeder aktuelle Gaming-PC schafft das – ist 1080p dein Ziel, musst du dir um die Specs praktisch keine Sorgen machen.
Gehst du auf 1440p mit hoher Bildrate, steigt die Last. Willst du ein Spiel wie Valorant oder League of Legends mit 144 fps auf einem QHD-Monitor genießen und gleichzeitig in 1440p aufnehmen, empfehlen wir eine Karte ab RTX-3060-Klasse mit NVMe-SSD und 16 bis 32 GB RAM. Ab hier läuft es am stabilsten, wenn du die Aufnahme auf 60 fps festlegst und nur das Spiel mit hoher Bildwiederholrate genießt. 4K hat grob die vierfache Datenmenge von 1080p, sodass nicht nur der GPU-Encoder, sondern auch die Schreibgeschwindigkeit der Festplatte zum Flaschenhals wird. Eine NVMe-SSD ist praktisch Pflicht, wir empfehlen eine GPU der Klasse RTX 40 oder 50 mit 32 GB RAM, und weil bis zu 30 bis 40 GB pro Stunde anfallen können, nutz einen AV1-Encoder, um Platz zu sparen, und plan deinen Speicher gleich mit.
Wenn die Specs knapp sind: so senkst du die Hürde
Auch wenn dein aktueller PC unter der Empfehlung liegt, gibt es Wege. Erstens: Stell den Encoder in deinem Aufnahmeprogramm unbedingt auf Hardware (NVENC, AMF, QuickSync). Zweitens: Senk Auflösung und Bildrate der Aufnahme um eine Stufe – schon 1080p 30fps hält die meisten Videos schön scharf. Drittens: Trennst du die Festplatte, auf der das Spiel installiert ist, von der, auf der die Aufnahmen landen, gibt es weniger Ruckler durch Schreibkonflikte. Viertens und vor allem: Ein Aufnahmeprogramm, dessen Aufnahme an sich schon leichtgewichtig ist, bringt den größten Effekt.
Warum DOR die Hürde bei den empfohlenen Specs senkt
DOR ist von Haus aus auf Hardware-Encoding und Aufnahme mit wenig Last ausgelegt und senkt die oben beschriebene Hürde um eine Stufe. Das Encoding, das Herzstück der Aufnahmelast, übernimmt der dedizierte Chip der GPU, und der Aufnahmeprozess selbst ist so gebaut, dass er wenig Systemressourcen braucht – so nimmt DOR selbst mit einer Einsteiger-Grafikkarte und 16 GB RAM auf und lässt deine Frames im Spiel fast unangetastet. Ohne dass du selbst an komplizierten Encoder- oder Bitrate-Einstellungen drehen musst, startet die Aufnahme beim Einschalten mit einer Konfiguration mit wenig Last, die zu deinem PC passt.

Dadurch kannst du auch ohne High-End-PC ganz entspannt loslegen. Ob ein Feuergefecht in Valorant, ein Teamfight in League of Legends oder ein entscheidender Moment in PUBG – wichtig ist, aufzunehmen und dabei deine Frames im Spiel zu schützen, und genau darauf ist DOR ausgelegt. Bevor du für einen neuen PC über Spec-Tabellen brütest, prüf lieber erst, wie viel eine Aufnahme mit wenig Last auf deinem aktuellen PC ausmacht.
Zusammenfassung
Empfohlene Specs für Spielaufnahmen lassen sich am Ende in einem Satz zusammenfassen: „eine GPU mit Hardware-Encoding plus SSD“. Eine CPU, die das Spiel stemmt, reicht, 16 GB RAM sind die Basis, und beim Speicher setzt du auf eine NVMe-SSD. 1080p schafft fast jeder aktuelle PC, die Last steigt erst ab 1440p, 4K und hohen Bildraten. Sind deine Specs knapp, kannst du die Hürde schon mit niedrigerer Auflösung und einem Aufnahmeprogramm mit wenig Last deutlich senken.


