Um einen Grafikkartentreiber zu aktualisieren, findest du zuerst heraus, ob deine GPU von NVIDIA, AMD oder Intel ist, und aktualisierst sie dann mit dem offiziellen Tool des Herstellers; bei einem Laptop sagen alle drei, dass du zuerst den Treiber des Geräteherstellers (OEM) prüfen sollst, Intel und AMD sagen dasselbe für Handhelds. Du kannst den Treiber auch über Windows Update unter Optionale Updates installieren, optionale Treiber werden aber nicht automatisch installiert – du musst sie selbst auswählen. Dieser Guide folgt den Menünamen von Windows 11 und den offiziellen Support-Seiten der Hersteller mit Stand 30. September 2026. Spiele, die mitten in der Session abstürzen, behandelt Spielabsturz beim Aufnehmen separat; hier geht es nur um die Treiberinstallation. Versionsnummern ändern sich ständig, deshalb stehen hier keine – stattdessen zeigt der Guide, wo du die Version auf der Herstellerseite abliest.
Kurz gesagt: nicht jedes Mal updaten, und bei Laptops zuerst der Herstellertreiber
Das Fazit hat zwei Teile. Erstens musst du nicht jedes Mal aktualisieren. NVIDIAs Faustregel lautet sinngemäß „Was nicht kaputt ist, muss man nicht reparieren“: Für neuere Karten werden regelmäßige Updates empfohlen, für ältere Karten nur dann, wenn neuere Software Probleme macht. AMD rät zum Update, wenn du Unterstützung für ein neues Grafikprodukt, Betriebssystem oder Spiel brauchst, neue Funktionen oder Leistungsverbesserungen willst oder einen Treiberkonflikt oder bekannten Bug beheben musst – und vorher die Release Notes zu lesen. Zweitens hängt die Downloadquelle vom Gerät ab. Am Desktop ist das Hersteller-Tool der Standard; bei Laptops verweisen NVIDIA, AMD und Intel zuerst auf den Treiber des Laptop-Herstellers. Wenn du am Laptop Spiele aufnimmst, ist der Guide zur Spielaufnahme am Laptop eine nützliche Ergänzung.
Schritte zum Aktualisieren (Windows 11)
- 1Zuerst die GPU bestimmenRechtsklick auf Start, Geräte-Manager öffnen und Grafikkarten aufklappen, um die installierten Grafikgeräte zu sehen. Ein Laptop mit zwei GPUs kann dort mehr als ein Gerät anzeigen. NVIDIA beschreibt außerdem, dxdiag in die Windows-Suche einzugeben und den Gerätenamen im Reiter Anzeige abzulesen. Ob dort NVIDIA, AMD Radeon oder Intel steht, entscheidet, welcher der Schritte 3 bis 5 für dich gilt.
- 2Optionale Updates in Windows Update prüfenDer Weg ist Start > Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen. Stell sicher, dass „Updates für andere Microsoft-Produkte erhalten“ eingeschaltet ist, öffne unter Zusätzliche Optionen die „Optionalen Updates“ und wähle, falls Treiberupdates aufgeführt sind, diese aus und klick auf „Herunterladen und installieren“. Laut Microsoft werden empfohlene Treiber automatisch installiert, optionale nicht. Ist kein Treiber aufgeführt, rät Microsoft, auf der Website des Hardwareherstellers nach dem neuesten Treiber für deine Windows-Version zu suchen. Alternativ klickst du im Geräte-Manager unter Grafikkarten mit rechts auf das Gerät und wählst „Treiber aktualisieren“ > „Automatisch nach Treibern suchen“.
- 3NVIDIA: Reiter Drivers in der NVIDIA App oder manuelle SucheNVIDIA empfiehlt die NVIDIA App für Game-Ready- und Studio-Treiber: App öffnen und den Treiber installieren, den der Reiter Drivers anbietet. Die App unterstützt Windows 10 und 11, deckt unter anderem GeForce RTX 20, 30, 40 und 50 sowie GTX 800, 900, 1000 und 1600 ab, und NVIDIA empfiehlt Anzeigetreiber 551.52 oder höher. Funktionen wie das In-Game-Overlay funktionieren mit älteren, nicht unterstützten Treibern eventuell nicht, und GeForce Experience wird nicht mehr unterstützt. Ohne App nutzt du die manuelle Treibersuche auf nvidia.com: Produkttyp, Serie, Produkt, Betriebssystem (z. B. Windows 11) und Sprache wählen, dann suchen. NVIDIA rät zu Game Ready, wenn dir Unterstützung neuer Spiele und Patches ab Release-Tag wichtig ist, und zu Studio, wenn Zuverlässigkeit bei kreativer Arbeit wie Videoschnitt und Livestreaming zählt; mit beiden laufen Spiele. Über das Drei-Punkte-Menü oben rechts in der App wechselst du zwischen beiden.
- 4AMD: Manage Updates oder das Tool zur automatischen ErkennungAMD unterstützt AMD Software: Adrenalin Edition unter Windows 11 ab 21H2 und Windows 10 64 Bit ab 1809. Ist sie schon installiert, öffne AMD Software über das Startmenü und lade Updates über Manage Updates, das den AMD Install Manager startet. Falls nicht, findest du den Treiber mit dem „AMD Auto-Detect and Install Tool“ oder dem „Product Selector“ auf der Seite AMD Drivers and Support. Das Erkennungstool listet Recommended-Treiber, die laut AMD die beste Stabilität bieten und von Microsoft zertifiziert sind, und Optional-Treiber, die mit den neuesten Funktionen und Bugfixes am aktuellsten sind. Im Installationsbildschirm nutzt „Accept & Express Install“ die Standardwerte, über „Additional Options“ änderst du Software Type (Default, Minimal, Driver Only) und Installationsort. Laut AMD ist Bildschirmflackern während der Installation normal.
- 5Intel: Driver & Support Assistant oder manuelle InstallationIntel empfiehlt den Intel Driver & Support Assistant (DSA), der Windows 11 64 Bit und Windows 10 unterstützt. Führ „Intel Driver & Support Assistant Installer.exe“ aus, akzeptiere die Bedingungen, installiere und wähle dann über das Tray-Symbol „Check for new drivers“, um das Dashboard im Browser zu öffnen. Unter Available Updates zuerst „Download all“, dann „Install all“. Für den manuellen Weg suchst du deine Prozessornummer (Windows-Taste drücken, System eingeben und Systeminformationen öffnen), suchst damit im Intel Download Center, wählst Drivers and Software, lädst die .exe herunter und klickst auf „Begin Installation“. Nicht jedes Intel-Produkt wird vom DSA unterstützt.
- 6Neu starten und installierte Version prüfenNach der Installation startest du über Rechtsklick auf Start > Herunterfahren oder abmelden > Neu starten neu, auch wenn kein Update danach fragt – so lautet Microsofts Empfehlung. Ist die NVIDIA Systemsteuerung installiert, klick mit rechts auf den Desktop > NVIDIA Systemsteuerung und lies unten links unter Systeminformationen die Treiberversion ab (basiert auf NVIDIAs Seite von 2021, die Oberfläche kann abweichen). Bei Intel prüfst du Geräte-Manager > Grafikkarten > das Intel-Grafikgerät > Reiter Treiber > Treiberversion. Bei AMD suchst du in AMD Software nach System und öffnest die Systemeinstellungen, um Grafikhardware und Treiberdetails zu sehen. Vergleiche die angezeigte Version mit der auf der Treiberseite des Herstellers.
Update-Wege im Vergleich (Windows 11, Stand 30. September 2026)
| Weg | Wo du ihn findest | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Windows Update | Start > Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen > Zusätzliche Optionen > Optionale Updates > Herunterladen und installieren | Microsoft installiert empfohlene Treiber automatisch, optionale überlässt es dir. Ist nichts aufgeführt, sollst du auf der Website des Hardwareherstellers nachsehen. |
| Geräte-Manager | Rechtsklick auf Start > Geräte-Manager > Grafikkarten > Rechtsklick auf das Gerät > Treiber aktualisieren | „Automatisch nach Treibern suchen“ wählen oder mit „Auf meinem Computer nach Treibern suchen“ auf eine Datei vom Hersteller verweisen. |
| NVIDIA | Reiter Drivers in der NVIDIA App oder manuelle Treibersuche auf nvidia.com | NVIDIA empfiehlt die NVIDIA App. Game Ready oder Studio wählst du nach deiner Priorität. |
| AMD | Manage Updates in AMD Software: Adrenalin Edition oder das AMD Auto-Detect and Install Tool bzw. der Product Selector | Recommended (Stabilität zuerst) oder Optional (neueste Funktionen und Fixes) wählen. Factory Reset mit Bedacht nutzen. |
| Intel | Check for new drivers im Intel Driver & Support Assistant (DSA) oder manuelle Installation aus dem Download Center | Unterstützt Windows 11 64 Bit und Windows 10; nicht jedes Intel-Produkt wird unterstützt. Am Laptop hat der Herstellertreiber Vorrang. |
Checkliste, wenn die Installation fehlschlägt
- PC neu starten und die Installation noch einmal versuchen; auch NVIDIAs Artikel zur Fehlerbehebung beim Installer nennt Neustart und erneuten Versuch als ersten Schritt.
- Offene Programme schließen. NVIDIA nennt GPU-Überwachungs- und Tuning-Tools (als Beispiele Corsair iCUE und MSI Afterburner), Videoplayer, Webbrowser und 3D-beschleunigte Apps; ein aggressiver Echtzeit-Virenscanner kann kurz pausiert werden, Microsoft Defender darf an bleiben.
- Laut NVIDIA kann eine Treiberinstallation fehlschlagen, während Windows Update im Hintergrund läuft – lass die Updates also fertig laufen und versuch es dann erneut.
- Für eine saubere Installation beschreibt NVIDIA: Rechtsklick auf den Installer > Als Administrator ausführen, „Custom (Advanced)“ wählen, „Perform a clean installation“ aktivieren, dann neu starten. Klappt es immer noch nicht, folge NVIDIAs Artikel „Solving NVIDIA Installer Issues“; die Registry-Bearbeitung darin ist für Fortgeschrittene und wird hier nicht behandelt.
- AMDs „Factory Reset (Optional)“ entfernt alle früheren Versionen des AMD-Software-Pakets, pausiert Windows-Updates, startet das System neu und lässt sich nicht auf frühere Treiber zurücksetzen. Laut AMD kannst du mit „Keep user settings“ deine Einstellungen und Profile behalten.
- Hat ein Problem nach einem Update begonnen, meld dich als Administrator an und nutze Geräte-Manager > Grafikkarten > Rechtsklick auf das Gerät > Eigenschaften > Reiter Treiber > Vorheriger Treiber. Auch die NVIDIA App kann auf einen zuvor installierten Treiber zurückgehen, und mit „Gerät deinstallieren“ plus Neustart versucht Windows, den Treiber neu zu installieren.
- Schlägt eine Intel-Installation fehl, hilft Intels Troubleshooting Wizard for Intel Graphics Drivers. Die DSA-Warnung „Computer Manufacturer Graphics Driver Detected“ bedeutet, dass Anpassungen des Herstellers verloren gehen können – prüf also zuerst den Treiber des Laptop-Herstellers.
Was du nach der Treiberinstallation vor dem Aufnehmen tun solltest
Starte nach der Treiberinstallation den PC wie von Microsoft empfohlen neu, beende das Spiel dann vollständig und starte es neu, bevor du aufnimmst (den Neustart des Spiels empfiehlt dieser Guide). DOR ist eine kostenlose Windows-App, die unterstützte Spiele automatisch erkennt und das komplette Match als mp4 aufnimmt – Apex Legends etwa wird automatisch als ganzes Match aufgezeichnet. Auf einer NVIDIA-Grafikkarte ist NVENC-Hardware-Encoding Standard, das Encoding übernimmt also die GPU, die du gerade aktualisiert hast, und Spielsound und Mikrofon lassen sich zusammen aufnehmen. Das heißt nicht, dass ein Treiber-Update Aufnahmeprobleme behebt; bleiben Ruckler oder ein schwarzes Bild danach bestehen, arbeite Ruckelnde Aufnahme und schwarzen Bildschirm beheben nach Symptom durch.


