Die drei Optionen der NVIDIA Systemsteuerung, die am direktesten mit dem Spielgefühl zusammenhängen, sind der Modus für niedrige Latenz (Low Latency Mode), die Max. Bildrate (Max Frame Rate) und die vertikale Synchronisierung (Vertical sync). Am sichersten ist es, die globalen Einstellungen in Ruhe zu lassen und diese Optionen einzeln für ein bestimmtes Spiel unter Programmeinstellungen zu ändern. Für den Energieverwaltungsmodus nennt NVIDIAs Hilfe weder einen Standardwert noch eine Leistungsrangfolge – notiere also den aktuellen Wert, bevor du ihn änderst. NVIDIAs eigene Dokumentation nennt keinen besten Wert für alle Spiele, weil jede Option eine andere Aufgabe hat. Optionsnamen und Standardwerte unten folgen der Hilfe zur NVIDIA Systemsteuerung (vLatest), Stand 30. September 2026; zu Input Lag allgemein lies Input Lag in Spielen reduzieren, dieser Guide bleibt bei den Optionen der Systemsteuerung.
Fazit: Globale Einstellungen in Ruhe lassen und immer nur ein Spiel ändern
Die 3D-Einstellungen sind keine Sammlung von Schaltern nach dem Motto „anmachen, dann wird’s schneller“. Sie decken unterschiedliche Aufgaben ab: Frame-Warteschlange, Bildratenbegrenzung, Synchronisierung mit dem Monitor und Shader-Speicher. NVIDIAs Hilfe trennt globale Einstellungen von Programmeinstellungen pro Spiel. Änderst du Werte nur für das eine Spiel, das Probleme macht, und lässt alles andere auf Standard, lässt sich die Ursache leichter eingrenzen. Wo die Hilfeseite keinen Standardwert nennt, notiere den aktuellen Wert vor der Änderung. Encoder-Optionen für die Aufnahme sind ein anderer Bereich und werden in NVIDIA-Aufnahmeeinstellungen erklärt behandelt.
So änderst du einen Wert für ein einzelnes Spiel
- 1NVIDIA Systemsteuerung öffnenÖffne die NVIDIA Systemsteuerung. Laut Hilfe ist die Option im Menü Desktop standardmäßig ausgewählt und fügt den Eintrag NVIDIA Systemsteuerung zum Kontextmenü des Desktops hinzu. Findest du den Eintrag nicht, sieh in NVIDIAs offiziellen Support-Dokumenten nach.
- 23D-Einstellungen verwalten auswählenWähle im Navigationsbaum unter 3D-Einstellungen den Punkt 3D-Einstellungen verwalten (Manage 3D settings). Auf dieser Seite änderst du globale 3D-Einstellungen und legst auch Einstellungen für bestimmte Spiele oder Programme an.
- 3Globale Einstellungen oder Programmeinstellungen wählenÜber den Reiter Globale Einstellungen beeinflusst du alle 3D-Programme, über den Reiter Programmeinstellungen ein einzelnes Spiel. Wähle unter Programmeinstellungen das Spiel aus der Liste der anzupassenden Programme und nutze Hinzufügen, falls es nicht aufgeführt ist. Das Häkchen bei „Nur auf diesem Computer gefundene Programme anzeigen“ verkürzt die Liste.
- 4Einen Wert ändern, dann auf Übernehmen klickenKlicke im Einstellungsfeld auf die Funktion, die du ändern willst, wähle im Dropdown einen Wert und klicke danach auf Übernehmen. Programmeinstellungen werden bei jedem Start des Programms automatisch verwendet. Um Ursachen einzugrenzen, ändere jeweils nur eine Option und teste im Spiel.
- 5Mit Wiederherstellen zurücksetzen, wenn sich etwas falsch anfühltIm Reiter Globale Einstellungen stellt die Schaltfläche Wiederherstellen die globalen Standardwerte wieder her; im Reiter Programmeinstellungen setzt sie das ausgewählte Programm auf seine Standardwerte zurück. Willst du statt zum Standard zu deinem vorherigen Wert zurück, wähle den notierten Wert aus und übernimm ihn erneut.
Was die wichtigsten 3D-Einstellungen bewirken (Stand 30. September 2026)
| Option (offizieller Name) | Was NVIDIAs Dokumentation sagt | Vor dem Ändern prüfen |
|---|---|---|
| Energieverwaltungsmodus (Power management mode) | Legt fest, wie sich die Leistungsstufe der Grafikkarte bei den meisten DirectX- oder OpenGL-3D-Anwendungen ändert. Vier Optionen: vom NVIDIA-Treiber gesteuert, adaptiv, maximale Leistung bevorzugen, gleichbleibende Leistung bevorzugen. | Die Referenzseite nennt keinen Standardwert. Notiere den aktuellen Wert und vergleiche die Ergebnisse selbst, statt dich auf die Dokumentation zu verlassen. |
| Modus für niedrige Latenz (Low Latency Mode) | Senkt die Latenz, indem begrenzt wird, wie viele Frames die CPU vorbereiten darf, bevor die GPU sie verarbeitet. Aus (Standard) erlaubt eine Frame-Warteschlange, Ein begrenzt sie auf einen Frame, Ultra minimiert sie. | Laut NVIDIAs Ankündigung von 2019 wirkt es am stärksten, wenn ein Spiel bei 60 bis 100 FPS GPU-limitiert ist, und in DX12- und Vulkan-Titeln entscheidet das Spiel selbst, wann der Frame in die Warteschlange kommt. |
| Max. Bildrate (Max Frame Rate) | Legt die maximale Bildrate fest, die die GPU für 3D-Spiele oder -Anwendungen rendert. Standard ist Aus; mit Ein erscheint ein Schieberegler von 20 bis 1000 fps. | Laut Hilfe kann es die Akkulaufzeit verlängern und die Systemlatenz senken. Ein empfohlener Wert in Kombination mit der vertikalen Synchronisierung wurde nicht bestätigt. |
| Vertikale Synchronisierung (Vertical sync) | Synchronisiert die Bildrate der Anwendung mit der Bildwiederholfrequenz des Monitors, um Tearing zu verhindern. Sechs Optionen: Einstellung der 3D-Anwendung verwenden, Aus, Ein, Adaptiv, Adaptiv (halbe Bildwiederholfrequenz), Schnell. Schnell gilt nur für GPUs ab Pascal. | „Einstellung der 3D-Anwendung verwenden“ ist die Wahl, die dem Wert folgt, den das Spiel selbst setzt. |
| Shader-Cache-Größe (Shader Cache Size) | Der maximale Speicherplatz auf dem Laufwerk, den der Treiber zum Speichern kompilierter Shader nutzt. Zur Wahl stehen Deaktiviert, Unbegrenzt, 128 MB, 256 MB, 512 MB, 1 GB, 5 GB, 10 GB oder 100 GB. | Die Hilfe merkt an, dass Shader meist bei jedem Spielstart kompiliert werden und das eine häufige Ursache für Ruckler ist. |
| Threaded-Optimierung (Threaded optimization) | Ermöglicht Anwendungen, mehrere CPUs zu nutzen. | Die Hilfe gibt nur diese einzeilige Beschreibung, ohne zu behaupten, dass Einschalten besser sei. |
| Monitortechnologie (Monitor Technology) | G-SYNC verhindert Tearing bei minimaler Latenz, ULMB verbessert die Bewegungsschärfe, und Feste Bildwiederholfrequenz nutzt die Standard-Bildwiederholfrequenz des Monitors. | Diese setzen einen kompatiblen Monitor voraus – relevant sind also nur die Technologien, die dein Bildschirm unterstützt. |
Checkliste nach der Änderung
- Hast du die Programmeinstellungen des betroffenen Spiels geändert, bevor du die globalen Einstellungen angefasst hast?
- Hat das Spiel eine NVIDIA-Reflex-Option: Hast du zuerst die Option im Spiel geprüft? Laut NVIDIA sind die Latenzvorteile des Reflex SDK im Allgemeinen deutlich größer als die des Ultra-Modus im Treiber.
- Denkst du daran, dass der Modus für niedrige Latenz laut der Ankündigung von 2019 für DX9- und DX11-Spiele gilt, während DX12- und Vulkan-Titel die Warteschlange selbst bestimmen?
- Hast du jeweils nur eine Option geändert und notiert, was du geändert hast und welchen Wert sie vorher hatte?
- Hast du bei eingeschalteter Max. Bildrate den Bereich von 20 bis 1000 fps eingehalten und die offiziellen Dokumente zur Kombination mit der vertikalen Synchronisierung erneut geprüft?
- Sehen die Ergebnisse falsch aus: Hast du mit Wiederherstellen auf Standard zurückgesetzt und, falls die Systemsteuerung fehlt oder sich nicht öffnet, NVIDIAs Support-Dokumente geprüft?
Wo das die Spielaufnahme berührt
Die 3D-Einstellungen der Systemsteuerung bestimmen, wie ein Spiel gerendert wird; die Aufnahme ist ein eigener Bereich. DOR ist eine kostenlose Windows-Desktop-App, die das komplette Match automatisch als mp4 aufnimmt, sobald sie ein unterstütztes Spiel wie Rainbow Six Siege erkennt. Bei Rainbow Six Siege am PC wird so jedes Match vollständig automatisch aufgenommen. Willst du dieselbe Szene vor und nach einer Änderung vergleichen, brauchst du Material zum Vergleichen; auf NVIDIA-Grafikkarten nutzt DOR standardmäßig NVENC-Hardware-Encoding und nimmt Spielsound und Mikrofon zusammen auf, sodass der Vergleichsclip beides enthält. Macht dir die GPU-Last während der Aufnahme Sorgen, lies GPU-Last bei der Aufnahme senken.


