Die hardwarebeschleunigte GPU-Planung ist eine Windows-Einstellung unter Einstellungen > System > Anzeige > Grafik, und der Schalter erscheint nur, wenn deine GPU und dein Grafiktreiber sie beide unterstützen. Ob sie deine Bildrate erhöht, klären die offiziellen Dokumente nicht: Microsoft sagt nur, dass der Wechsel unauffällig ablaufen sollte und Nutzer keine wesentlichen Änderungen bemerken sollten, und NVIDIA sagt, sie könne die Leistung potenziell verbessern. Die ehrliche Antwort lautet also: ausprobieren und in deinen eigenen Spielen vergleichen. Dieser Guide wurde am 30. September 2026 mit den offiziellen Dokumenten abgeglichen und erklärt, was die Funktion ist, welche Voraussetzungen gelten, wo der Schalter sitzt und was du prüfen solltest, wenn er fehlt. Geht es dir eigentlich um weniger Verzögerung im Spiel, findest du andere Einstellungen unter Input Lag in Spielen reduzieren.
Kurz gesagt: selbst vergleichen, einen offiziellen Gewinner gibt es nicht
Der Microsoft DirectX Developer Blog (30. Juni 2020) beschreibt die Funktion als effizientere GPU-Planung zwischen Anwendungen, sagt, der Wechsel sollte unauffällig ablaufen, und dass Microsoft keine Leistungseinbußen erwartet. Der Beitrag vom 19. Januar 2023 beschreibt, dass Windows damit den Großteil der GPU-Planung an dedizierte Hardware auf der GPU auslagert, was die CPU entlastet. NVIDIAs Ankündigung vom 24. Juni 2020 sagt, sie könne die Leistung potenziell verbessern und die Latenz senken, indem die Grafikkarte ihren Speicher selbst verwaltet – eine Möglichkeit, kein Versprechen. Keins der Dokumente sagt, dass Spiele mit eingeschalteter Funktion deutlich schneller laufen oder dass Ausschalten besser ist, deshalb bezieht auch dieser Artikel keine Seite. Praktisch gehst du so vor: erst den aktuellen Zustand prüfen, immer nur eine Sache ändern, dieselbe Szene in einem Spiel vergleichen, das du oft spielst, und zurückstellen, wenn es sich schlechter anfühlt. Ist dein eigentliches Problem ein FPS-Einbruch beim Aufnehmen, erwarte nicht, dass dieser eine Schalter es löst; sicherer ist es, die Ursache Schritt für Schritt mit FPS-Einbrüche beim Aufnehmen beheben einzugrenzen.
So prüfst du die Funktion und schaltest sie ein oder aus
- 1Windows-Version und Treibermodell prüfenDie Funktion kam mit dem Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004), ältere Versionen fallen also raus. Gib im Startmenü dxdiag ein, öffne den Tab Anzeige und sieh im Bereich Treiber beim Treibermodell nach, ob dort WDDM 2.7 oder höher steht. Auch mit WDDM 2.7 oder höher erscheint der Schalter nicht, wenn die GPU-Hardware die Funktion nicht unterstützt.
- 2Die Grafikeinstellungen öffnenUnter Windows 11 gehst du zu Einstellungen > System > Anzeige > Grafik (geprüft am 30. September 2026). Der Beitrag von 2020 verwies auf die Seite mit den erweiterten Grafikeinstellungen unter Grafikeinstellungen. Die überarbeitete Seite, die am 19. Januar 2023 beschrieben wurde, hat drei Bereiche – systemweite Einstellungen, erweiterte Grafikeinstellungen und benutzerdefinierte Einstellungen für Anwendungen –, und diese Funktion findest du unter den erweiterten Grafikeinstellungen. Die Menübezeichnungen können je nach Windows-Version abweichen.
- 3Den Schalter „Hardwarebeschleunigte GPU-Planung“ findenSuch im Bereich der erweiterten Grafikeinstellungen nach „Hardwarebeschleunigte GPU-Planung“. Im selben Bereich findest du auch die Wahl der Standard-GPU für hohe Leistung und Optionen für variable Bildwiederholrate, aber dieser Guide behandelt nur diesen einen Schalter. Fehlt er, liegt das daran, dass die Einstellung nur angezeigt wird, wenn GPU und erforderlicher Anzeigetreiber sie unterstützen – mach dann mit der Checkliste unten weiter.
- 4Ein- oder ausschalten und bei Bedarf neu startenLeg den Schalter um. NVIDIAs Anleitung von 2020 sagt, dass du das System nach dem Einschalten neu starten sollst. Microsofts Beitrag erwähnt keinen Neustart, probier ihn also, wenn die Änderung nicht zu greifen scheint. Notier dir vor der Änderung den aktuellen Zustand, damit das Zurückstellen leichtfällt.
- 5Im eigenen Spiel vergleichen und bei Bedarf zurückstellenTeste in einem Spiel, das du oft spielst, dieselbe Stelle mit denselben Grafikoptionen einmal mit und einmal ohne die Einstellung. Microsoft erwartet nach eigener Aussage keine Einbußen, bittet aber um Feedback, falls du welche bemerkst. Ändere immer nur diese eine Einstellung, damit du weißt, was einen Unterschied verursacht hat.
Voraussetzungen laut offiziellen Dokumenten
| Punkt | Was die offiziellen Dokumente sagen | Wo du es prüfst |
|---|---|---|
| Einführung | Als Option mit dem Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) eingeführt, damals als Opt-in-Funktion, die standardmäßig aus war. | Microsoft DirectX Developer Blog, 30. Juni 2020 |
| Voraussetzungen | Eine aktuelle GPU mit der nötigen Hardware sowie ein WDDM-2.7-Treiber, der die Unterstützung bereitstellt. | dxdiag > Tab Anzeige > Treiber > Treibermodell |
| Sichtbarkeit des Schalters | Der Schalter erscheint nur, wenn GPU und Treiber die Funktion beide unterstützen; sonst wird er gar nicht angezeigt. | Einstellungen > System > Anzeige > Grafik |
| NVIDIA | GeForce- und TITAN-GPUs mit Game-Ready-Treiber 451.48 WHQL oder neuer, wie im Juni 2020 zum Start der Funktion angekündigt. | NVIDIA GeForce News, 24. Juni 2020 |
| Intel | Arc B-Serie unterstützt die Funktion ab Windows 11 22H2; für die Arc A-Serie gibt es derzeit keine Unterstützung (Dokument zuletzt geprüft am 24. Juli 2025). | Intel-Supportartikel |
| AMD | Ob deine AMD-GPU unterstützt wird, erfährst du in den Versionshinweisen deines AMD-Treibers. | Versionshinweise zum AMD-Treiber |
| Aktueller Standard | Unterstützung und Standardzustand hängen von GPU und Treiber ab und können sich daher von PC zu PC unterscheiden. Prüf den aktuellen Zustand in den Einstellungen. | Microsoft DirectX Developer Blog, 30. Juni 2020 |
Checkliste, wenn der Schalter fehlt oder sich seltsam verhält
- Ich habe geprüft, dass Windows mindestens auf dem Stand des Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) ist.
- Ich habe in dxdiag geprüft, dass das Treibermodell WDDM 2.7 oder höher ist.
- Ich habe den Grafiktreiber auf die neueste offizielle Version des GPU-Herstellers aktualisiert, denn der Schalter erscheint nur mit unterstützter GPU und unterstütztem Treiber.
- Bei Intel Arc habe ich geprüft, dass die A-Serie laut Intel-Dokument nicht unterstützt wird und die B-Serie Windows 11 22H2 oder neuer braucht.
- Ich habe die Funktion nicht mit den Optimierungen für Spiele im Fenstermodus verwechselt – einer separaten Einstellung, die Microsoft unter Standardeinstellungen in Einstellungen > System > Anzeige > Grafik beschreibt und die auf DirectX-10/11-Spiele im Fenster- oder randlosen Modus abzielt.
- Wurde nach dem Einschalten etwas schlechter, habe ich den vorherigen Zustand wiederhergestellt und Microsoft Feedback geschickt.
Was das mit Spielaufnahmen zu tun hat
Die für diesen Artikel geprüften offiziellen Dokumente von Microsoft und NVIDIA sagen nicht, ob dieser Schalter Aufnahmequalität oder Aufnahmeleistung verändert, deshalb trifft dieser Artikel dazu keine Aussage. Sowohl das Rendern des Spiels als auch das Kodieren des Videos nutzen die GPU – wackeln die Frames, lohnt sich also neben den Planungseinstellungen auch ein Blick auf die Encoding-Last. DOR ist eine kostenlose Desktop-Aufnahme-App für Windows. Auf PCs mit NVIDIA-Grafikkarte nimmt sie standardmäßig mit NVENC-Hardware-Encoding auf und zeichnet Spielsound zusammen mit deinem Mikrofon auf. Am PC erkennt DOR zum Beispiel Rainbow Six Siege als unterstütztes Spiel und nimmt das komplette Match automatisch als MP4 auf; die Momente, die du behalten willst, schneidest du dir anschließend selbst heraus. Wie du die GPU-Last der Aufnahme selbst senkst, zeigt GPU-Last beim Aufnehmen reduzieren.


