Wer zum ersten Mal sucht, wie man ein PC-Spiel aufnimmt, bekommt Dutzende Programmnamen um die Ohren gehauen – das überfordert eher. Kurz gesagt gibt es nur zwei Wege. Erstens: die Game Bar nutzen, die schon in Windows steckt, ganz ohne Installation. Zweitens: ein eigenes Aufnahmeprogramm, das dein Spiel automatisch erkennt und in hoher Qualität speichert. Mit diesem Artikel startest du deine erste Aufnahme so oder so in unter 5 Minuten.
Das Fazit vorweg: Aufnehmen geht auf zwei Wegen
Die beiden Methoden haben unterschiedliche Zwecke. Die Windows Game Bar eignet sich, um das aktuelle Bild per Hotkey ohne jede Installation aufzunehmen. Ein eigenes Programm erkennt dagegen dein Spiel beim Start, ist bereit zur Aufnahme und bietet höhere Qualität sowie Funktionen wie automatische Clips. Musst du schnell einen Moment sichern, ist die Game Bar die Antwort; willst du ohne Aufwand die Plays aus jedem Match sammeln, ist es ein eigenes Programm.
- 1Methode 1: die integrierte Windows Game Bar (ohne Installation)
- 2Methode 2: ein eigenes Aufnahmeprogramm (automatisch, hohe Qualität)
Methode 1: die integrierte Windows Game Bar (ohne Installation)
Windows 10 und 11 bringen mit der Xbox Game Bar standardmäßig eine Aufnahmefunktion mit. Ohne separate Installation nimmst du dein aktuelles Bild sofort per Hotkey auf – der schnellste Einstieg für alle, denen das Installieren eines Programms zu viel ist. Gespeicherte Dateien landen meist als MP4 im Ordner Videos > Aufzeichnungen in deinem Benutzerordner.
- Drück bei laufendem Spiel Windows-Logo-Taste und G gleichzeitig, um die Game Bar zu öffnen.
- Drück den Aufnahmeknopf im Aufnahme-Widget oder Windows-Logo-Taste + Alt + R, um sofort aufzunehmen.
- Drück denselben Hotkey erneut, um die Aufnahme zu beenden und die Datei zu speichern.
- Standard-Speicherort ist der Ordner Videos > Aufzeichnungen in deinem Benutzerordner, gespeichert als MP4.
Stärken und Grenzen der Game Bar
Die Stärken sind klar: keine Installation, kostenlos, einfach zu bedienen. Es gibt aber auch Grenzen. Du musst den Aufnahmeknopf jedes Mal selbst drücken, und die besten Momente kommen immer dann, wenn die Aufnahme gerade nicht läuft – die verpasst man leicht. Feine Kontrolle über Qualität oder Bitrate gibt es ebenso wenig wie automatische Highlights; sobald du ernsthaft Gameplay sammelst, merkst du die Lücken schnell.
Methode 2: ein eigenes Aufnahmeprogramm (automatisch, hohe Qualität)
Willst du etwas ordentlicher speichern, nimm ein eigenes Aufnahmeprogramm. OBS Studio, beliebt bei Streamern, ist kostenlos und Open Source und lässt dich Auflösung, Framerate und Audio fein einstellen, ist für Einsteiger aber etwas komplex einzurichten. Kostenpflichtige Tools mit einsteigerfreundlicher Oberfläche wie Bandicam, GomCam und oCam bieten 4K/60-FPS-Aufnahmen in hoher Qualität und einfachen Schnitt in einem. Gemeinsam ist ihnen, dass sie bei Qualität und Funktionen vor der Game Bar liegen.
Für Einsteiger empfohlen: ein Tool mit automatischer Erkennung
Wenn du ständig vergisst, auf Aufnahme zu drücken, ist ein Tool die Antwort, das einfach für dich aufnimmt. Einmal installiert, erkennt DOR automatisch, wenn dein Spiel startet, nimmt im Hintergrund auf und schneidet Schlüsselmomente wie Kills und Clutches für dich zu kurzen Clips. Es ist zudem auf geringe Last ausgelegt, du kannst es also laufen lassen, ohne dir Sorgen um deine Frames zu machen – und musst dir weder Hotkeys merken noch an den Aufnahmestart denken. Für Einsteiger ist das der einfachste Weg, keine starken Momente zu verpassen.

Qualität, Lag und Speicher: nur die Grundbegriffe
Das Einstellungsmenü fürs Aufnehmen wirkt voller unbekannter Begriffe, aber eigentlich musst du nur drei Dinge kennen: den Wert, der die Qualität bestimmt, den Faktor, der über Lag entscheidet, und die Speichergröße. Wer die Begriffe unten versteht, verliert sich in keinem Programm mehr in den Einstellungen.
- Auflösung: 1080p reicht in den meisten Fällen, für YouTube in hoher Qualität nimmst du 1440p oder 4K.
- Framerate (FPS): 60 FPS sind flüssig, für normale Aufnahmen reichen 30 FPS.
- Bitrate: Je höher, desto schärfer, aber desto größer die Datei. Sie ist der Balancepunkt zwischen Qualität und Größe.
- Speichergröße: Lange Aufnahmen in hoher Qualität fressen schnell Speicher, also sorg vorher für genug Platz.
Machst du dir Sorgen um Lag (Frame-Einbrüche), zählt vor allem eins: das Hardware-Encoding deiner Grafikkarte. NVIDIA- und AMD-Grafikkarten erledigen die Aufnahme mit einem eigenen Encoder, der Leistungsverlust ist also kaum spürbar. Nimmst du dagegen nur mit der CPU auf, können Spiele auf schwachen PCs ruckeln – bei starkem Lag senk Auflösung oder Framerate um eine Stufe und schalte das Hardware-Encoding ein.
So geht es mit der Aufnahme pro Spiel weiter
Sitzen die Grundlagen, holst du dir einfach die Feintipps für dein meistgespieltes Spiel. In Shootern ist der Kill der Highlight-Moment, in MOBAs der Teamfight, im Battle Royale der letzte Kampf – das passt besonders gut zu automatischen Clips. Wie du ein Ace oder einen Clutch in Valorant, einen Comeback-Teamfight in League of Legends oder einen Chicken-Dinner-Moment in PUBG nicht verpasst, erklären die Aufnahme-Artikel zu den einzelnen Spielen genauer.
Zusammengefasst: Starte heute deine erste Aufnahme
Zusammengefasst sieht es so aus: Willst du jetzt sofort ein Bild sichern, startest du in 5 Minuten mit der Windows Game Bar. Willst du künftig regelmäßig Gameplay sammeln, ist ein eigenes Programm von Anfang an bequemer. Bist du Einsteiger und willst gar nicht ans Aufnehmen denken, starte mit DOR, das dein Spiel automatisch erkennt und die besten Momente für dich als Clips schneidet – die Highlights sammeln sich von selbst, ohne dass du einen einzigen Knopf drückst.

